Die Natur als lebendiger Spiegel
Ein Bild entsteht für mich aus einer inneren Haltung des Staunens. Ich stelle mir oft vor, wie es wäre, als Wesen von einem anderen Planeten zum ersten Mal auf die Erde zu kommen: fremdartige grüne Formen, Wesen, die wir Pflanzen nennen, oder bizarre „Steine“ in unendlicher Vielfalt, (jeder ein Unikat).
Mit dieser Vorstellung beginne ich zu malen. Ich beobachte, spüre Gesetzmäßigkeiten auf – etwa die der Polarität – und lasse mich von der Intelligenz der Natur führen.
„Gott schläft im Stein,
atmet in der Pflanze,
träumt im Tier
und erwacht im Menschen.“
– Rabindranath Tagore
Diese Worte fassen zusammen, was mich antreibt: das Gefühl, dass wir Teil eines großen, lebendigen Ganzen sind – nicht getrennt, sondern verbunden.