Der Betrachter und das Betrachtete, Leder, 50 x 27 cm. Markus Damini

Gedanken über die Malerei

Oben: „Der Betrachter und das Betrachtete“ Bild in Leder

Persönliche Gedanken zu meinem Schaffen und zur Malerei generell

Ich glaube der Maler kennt sich selbst am wenigsten. Es sind viele Bilder im Kopf, sie sind vieldeutig, oft gleichzeitig und eilen den Gedanken voraus. Diese Gedanken fest zu halten ist nicht einfach und wahrscheinlich auch nicht begehrenswert in der Malerei. Das gemalte Werk ist ja ein quantistisches Phänomen, es ist da und zugleich auch nicht da. Auch die Deutung ist immer vielseitig. Die bekannten Versuchen wo sich die subatomaren Teilchen in Wellen oder Körper verwandeln je nach der Beobachtung beweisen diese Dualität. Auch in der Malerei macht der Beobachter mit seinem Bewusstsein erst das Kunstwerk.

Ist das Kunstwerk Geist oder Materie? – etwa ein Zwitterwesen von Beidem?

Aus dieser „Quantistischen Gleichzeitigkeit“ heraus ist auch die Schönheit zu betrachten, denn sie ist mehr, sie ist Lust und Leid zugleich. Auch die Schönheit ist so ein Ding wie die Kunst, sie liegt ausschließlich im Auge des Betrachters.

 

Für mich beginnt die Schönheit wenn ich die Dinge ohne Vorurteile, sozusagen mit „frischen“Augen sehen kann. Am deutlichsten wird mir das wenn ich die einfachsten alltäglichen Dinge, wie die Steine auf dem Weg oder die Blätter im Wald betrachte, als wäre ich zum Ersten Mal auf dieser Welt, so als würde ich diese Dinge zum Ersten Mal sehen. Diese alltäglichen Dinge werden plötzlich phänomenal.

Markus Damini

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